Stufen zum Erfolg, 21.10.2008
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Bewerbungshilfe


BEWERBEN HEISST SICH MIT ANDEREN MESSEN

Wenn Du dich um einen Praktikanten- oder später um einen Ausbildungsplatz bewirbst, ist das ein harter Wettbewerb. Du trittst gegen andere an und nur der Beste von Euch bekommt den Platz. Mit einem Praktikum kannst Du das schon üben! Zunächst entscheidet die schriftliche Bewerbung: Hier sortiert dein Wunsch-Ausbildungsbetrieb zum ersten Mal die Bewerber. Die einen werden zum Gespräch eingeladen, die anderen bekommen eine Absage.

Eine gute Bewerbung besteht deswegen immer aus einem Anschreiben, einem anständigen Foto von dir, einem Lebenslauf und Kopien deiner Zeugnisse und Praktika, z.B. auch die Teilnahme an den "Stufen zum Erfolg" der Wirtschaftsjunioren in deiner Hauptschule!

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DAS ANSCHREIBEN

Das Anschreiben an deinen zukünftigen Chef ist die Visitenkarte deiner Bewerbung und damit deiner Person. Hier entscheidet sich, ob der Personalchef Interesse an Dir bekommt oder nicht. Gut wäre es, wenn Du nicht irgendwo einen Standardtext für Bewerbungen abschreibst, sondern selbst formulierst. Lass Dir dabei von anderen helfen. Ein Anschreiben sieht folgendermaßen aus:

Formales und Sprachliches:
Dein Anschreiben sollte mit einem PC geschrieben und möglichst auf einem Laserdrucker ausgedruckt sein. Benutze sauberes, weißes Papier ohne "Eselsohren". Der ganze Text muss absolut fehlerfrei sein, Korrekturen dürfen nicht zu sehen sein. Dein Anschreiben ist durch Absätze gegliedert und besteht aus kurzen Sätzen.

Der Absender:
Hier steht dein Vor- und Familienname, deine Straße, Hausnummer, Postleitzahl und der Ort. Deine Telefonnummer und, wenn vorhanden, deine E-Mail-Adresse kannst du auch angeben. Diese sollte aber deinen Namen tragen und nicht irgendwelche abgefahrenen Kürzel.

Das Datum:
Deine Bewerbung ist immer topaktuell. Das heißt, auch wenn du deine Bewerbung zum 285. Mal verschickst, trägst du immer ein neues Datum ein, sonst denkt der Empfänger, er hätte einen Kettenbrief bekommen.

Die Anschrift:
Ganz schlecht, wenn bei der Anschrift Fehler passieren, denn dann geht die Firma davon aus, dass du nicht besonders interessiert oder nicht besonders schlau bist. Erfrage einfach telefonisch den Namen deines Personalchefs und lass dir diesen auch buchstabieren. Gerade bei eher schwierigen Namen sind die Leute geschmeichelt, wenn sie korrekt angesprochen werden. Kennst du den Namen nicht, dann geht dein Brief an die Personalabteilung.

Der Bezug:
Die Bezugzeile ist fett hervorgehoben und lautet z.B. meistens so: Ihr Stellenangebot in der NWZ vom 05.02.2003.

Der Betreff:
Betreff ist die kurze Zusammenfassung dessen, worum es in deinem Anschreiben geht. Nämlich um die Bewerbung für ein Praktikantenplatz oder um eine Ausbildung zum Tierpfleger, Frisör oder zur Fremdsprachensekretärin.  Die Betreffzeile sollte einfach nur fett hervorgehoben werden. Wenn du dich aus eigenem Antrieb bei einer Firma bewirbst, kann der Betreff auch so aussehen: Initiativbewerbung um eine Praktikantenstelle/einen Ausbildungsplatz als Einzelhandelskaufmann.

Die Anrede:
"Sehr geehrter Herr Schneider" ist immer noch üblich. Wenn du deinen Ansprechpartner wirklich nicht kennst, geht auch "Sehr geehrte Damen und Herren."

Die Einleitung:
In der Einleitung kannst du erwähnen, warum dich die Stellenanzeige gerade dieser Firma neugierig gemacht hat. Oder warum du gerade in dieser Branche eine Stelle suchst. Denke doch mal über deine wirklichen Beweggründe nach: Warum willst du gerade dieses Praktikum oder diese Ausbildung machen?

Der Mittelteil:
Denke an kurze, klare Sätze und eine verständliche Sprache. Bist du eher belastbar, durchsetzungsfähig oder teamorientiert? Schreibe die positiven Seiten deiner Persönlichkeit in deine Bewerbung und vielleicht auch eine kurze Begründung. Du warst schon immer die Klassensprecherin? Das spricht dann für deine soziale Kompetenz und Durchsetzungsfähigkeit. Du bist in der Kreisliga mit deiner Handballmannschaft? Ein gutes Zeichen für deine Teamfähigkeit.

Betone Eigenschaften, die zu den Erfordernissen des Jobangebotes passen: Bei technischen Berufen kannst du dich auf deine Geduld und deine Freude an präziser Arbeit berufen, bei Dienstleistungsjobs erwähnst du deinen Spaß am Umgang mit Menschen. Versuche nicht, bei anderen abzuschreiben, sondern denke wirklich ernsthaft über deine eigene Motivation nach.

Der Schluss:
"Über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen."

Der Gruß:
"Mit freundlichen Grüßen" ist nach wie vor angesagt.

Die Unterschrift:
Ein Füller mit schwarzer oder blauer Patrone ist absolut ausreichend.

Hinweis auf Anlagen:
Der Hinweis auf Anlagen hilft deinem Personalchef dabei, festzustellen, ob deine Bewerbung komplett ist oder etwas vergessen wurde oder verloren gegangen ist. Sind die Anlagen wirklich vollständig?

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DAS BEWERBUNGSFOTO

Ein professionelles Foto ist Vorteil, aber am wichtigsten ist, dass du durch das Foto den bestmöglichen Eindruck hinterlässt. Bitte keine Urlaubsfotos oder ähnliches. Fotos aus dem Automaten machen ebenso keinen guten Eindruck.

Normalerweise wird das Foto aber oben rechts in den Lebenslauf mit einem Klebepunkt und nicht mit dem Inhalt der ganzen Tube eingeklebt. Beschriftet wird das Foto auf der Rückseite mit deinem Namen.

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DER LEBENSLAUF

Die Überschrift:
Die Überschrift lautet: Lebenslauf.

Name und Adresse:
Ganz oben linkst steht dein Vor- und Nachname und deine komplette Adresse.

Persönliche Daten:
Persönliche Daten sind dein Vor- und Nachname und dein Geburtsdatum. Ob du die Namen oder den Beruf deiner Eltern eintragen willst, solltest du dir selbst überlegen. Manchmal kann es ja ein Vorteil sein, z.B. wenn dein Vater oder deine Mutter in deiner Stadt ehrenamtlich aktiv oder einfach bekannt ist.

Ausbildung:
Mit der Grundschule beginnend, ordnest du deine Abschlüsse chronologisch. Du beginnst mit dem ersten und endest mit dem letzten Schulabschluss. Angeben musst du die Dauer der Jahreszahlen, die Schulform, den Namen der Schule und die erreichten Abschlüsse. Das Ganze solltest Du mit den beigefügten Anlagen belegen. Personlachefs schauen da sehr genau hin.

Praktika/Tätigkeiten:
Praktische Erfahrungen sind für die Bewerbung ganz wichtig und ein großer Vorteil. Genau hier setzen die Wirtschaftsjunioren mit der "Praktikantenaktion" ja an, um deine Chancen bei der Bewerbung zu erhöhen. Denn der Nachweis eines Praktikums macht sich gerade bei begehrten Stellen gut. Die Angaben über deine Praktika bestehen aus der Tätigkeit, der Firma und dem Zeitraum. Vergiss' nicht, dir ein freundliches und gutes Zeugnis für dein Praktikum ausstellen zu lassen und es als Anlage deinen Bewerbungen beizufügen. Zu viele Praktika solltest du nicht anführen. Suche dir lieber die besten aus. Die Teilnahme an den "Stufen zum Erfolg" kannst Du dabei sehr gut auch erwähnen!

Sprachkenntnisse:
Im Vereinten Europa sind Sprachkenntnisse immer von Vorteil. Auch wenn du dich in einer Sprache nur verständlich machen kannst, solltest du diese Grundkenntnisse angeben. Wenn du eine Sprache gut kannst, weise darauf hin, dass dir Suaheli in Wort und Schrift geläufig ist. Vielleicht kannst du diese Behauptung auch mit dem Hinweis auf einen längeren Auslandsaufenthalt untermauern.

Besondere Kenntnisse:
Besondere Interessen und Kenntnisse hat jeder. Aber passen die auch in einen Lebenslauf? Was waren deine Lieblingsfächer, welche PC-Kenntnisse hast du, surfst du gerne im Netz, treibst du Sport, hast du einen Führerschein? Idealerweise passen deine besonderen Kenntnisse auch zu dem angestrebten Beruf.

Ort/Datum und Unterschrift:
Die Richtigkeit deiner Angaben bestätigst du mit deiner Unterschrift.

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ANLAGEN: DEINE ZEUGNISSE UND LEISTUNGSNACHWEISE

In die Anlagen packst du die Kopien deiner Zeugnisse. Auch wenn du so manche Note lieber unter den Teppich kehren würdest: Die Stunde der Wahrheit hat geschlagen. Aber nicht verzagen, auch Personalchefs haben nicht jedes Fach mit einer Eins abgeschlossen.

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